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06.08.2019

Swiss-O-Week Teil Eins

geschrieben von Uwe Brettschneider

Das groe Finale des Sommers
Viele Sportler unseres Vereins waren auch dieses Jahr wieder sehr aktiv in ihrem Sommerurlaub. Einige waren bei der Senioren-WM in Riga, bei der Bohemia oder beim O-Ringen. Aber eine kleine Gruppe musste etwas lnger auf ihren sportlichen Sommerevent warten. Deren Reise ging Richtung Sden, in den khlen Sden. Okay, nur in die Sdwest-Schweiz, in die Gemeinde Gstaad, zur Swiss-O-Week (SOW).
Die SOW wird vom 4. August bis zum 10. August in 6 Etappen ausgetragen. Jede Etappe hat noch eine zustzliche Bezeichnung. Wenn man das schon kennt, knnen diese Bezeichnungen schon kleine Hinweise geben, was einen dort erwartet.
Die Erste Etappe - Sprint-OL direkt in Gstaad nennt sich
Die Kultivierte.
Das Wettkampfgelnde mit einer Mischung von 5-Sterne-Hotels und Dorfkern ist eine Premiere fr die SOW. Die urbane erste Etappe bietet spezielle Sichten auf einen weltbekannten Tourismus-Hotspot. Denn wer ist mit einer Karte in der Hand schon mal durch die Parkanlage eines Fnfsternhotels oder ber einen ATP Center Court gelaufen? Dazwischen gibts spannende Routenwahlen durch die unterschiedlichen Gelndekammern des Orts, bei welchen es auch die Steigung zu bercksichtigen gilt. Und schlielich bietet das touristische Zentrum feine Details, welche ein genaues Kartenlesen und hohe Konzentration erfordern. *
Und so war es auch, kurz nach dem Start musste man links vom Weg ab durch die Hecke abbiegen und schon war man im Garten des 5-Stern-Luxshotels The Alpina Gstaad, wo doch einige Lufer den Eindruck machten, als wssten sie nicht wo sie sind. Danach ging es einige Ecken weiter zum nchsten 5-Stern-Luxshotel Gstaad Palace, wo nur der Aussenbereich knifflige Aufgaben bot. Dann ging es talwrts zum Dorfkern mit den offen stehenden Huser, wo hin und wieder doch ein Zaun stand und der Posten dahinter den Lufer zuwinkte. Ein genauerer Blick auf der Karte htte dem einen oder anderen ein paar Sekunden erspart. Das Ziel befand sich auf der Eisbahn von Gstaad, direkt am Anfang der Fugngerzone gegenber von Luxuslden.

Die Zweite Etappe, Col du Pillon / Isenau Langdistanz
Die Panoramische
Die Etappenbezeichnung verrt es bereits: Die Aussichten auf die Alpenlandschaft sind atemberaubend und sehr vielfltig: besonders spektakulr ist der Blick auf das schroffe, im Sden aufragende Les Diablerets-Massiv.
Das Laufgebiet der Etappe 2 reicht von 1500 bis 2200 Meter ber Meer und ist das hchstgelegene aller SOW Etappen. Es zeichnet sich durch verschiedene Hhenlagen, Expositionen und Gelndetypen aus. Die Lufer, die den hher gelegenen Nordteil des Gebiets nutzen bewegen sich durch feincoupierte, offene Hochplateaus und Passlandschaften mit Mulden, Hgeln, Felsbndern, Steinformationen und kleinen Seen. Die lngeren Bahnen queren zudem oberhalb des Arnensees ein unbersichtliches halboffenes Gebiet. Unbersichtlicher und sowohl kartentechnisch als auch luferisch anspruchsvoller ist der Schlussteil: er fhrt durch meist bewaldetes, teilweise steiles und ruppiges Gelnde. Lieblicher und geradezu idyllisch ist das Zielgebiet am landschaftlich sehr reizvollen Lac Retaud. *
Um diese Aussichten erst einmal zu erreichen, bentigt man erst einmal die Kraft zum berwinden von 140 Hhenmeter vom Shuttlebus bis zum Wettkamfzentrum. Von dort hatten einige nochmals 240 Hhenmeter zum Start zu berwinden. Aber dort angekommen hatte man die versprochenen Ausblicke ber die Berge und auch als Laufgebiet vor er Nase, mit er Gewissheit die Hhen sind am Anfang der Strecke. Ein genaues Kartenlesen und wieder erkennen im Gelnde war sofort nach dem Start gefragt, was leider nicht gelang. Es braucht neun Minuten um vom Flachland aufs Bergland umzudenken, ab dann ging das Abenteuer Bergland los.

Die Dritte Etappe, Col du Pillon / Lac Retaud - verkrzte Langdistanz
Die Genussvolle
Die Etappe findet vollstndig auf der technisch anspruchsvollen Gelndeterrasse auf Hhe des Sees statt.
DerDer Gelndecharakter der einfacheren und krzeren Bahnen entspricht demjenigen des Schlussteils der Etappe 2. Das heisst, offene Alpweiden wechseln ab mit mehr oder weniger gut belaufbaren Waldgebieten. Sobald das Gelnd bewaldet ist, wird es kartentechnisch schwieriger. Die lngeren und kartentechnisch schwierigen Bahnen durchqueren Gebiete, die sowohl kartentechnisch wie luferisch sehr anspruchsvoll sind. Diese Gebiete bestehen aus einer Vielzahl von aneinandergereihten grsseren und kleineren Dolinen. Nur die sanftesten dieser Gebiete sind fr OL geeignet. Darum berhren die Bahnen nur die Rnder dieser Gebiete. Zur berbrckung der verschiedenen Gelndekammern zeichnen sich die Bahnen durch einige interessante Routenwahlstrecken aus. *
Diesmal war es vom gleichen Wettkampfzentrum nicht so weit und hoch, nur 70 Hhenmeter waren zu berwinden. Dafr ging es gleich nach dem Start zur Sache, die Hhe halten aufs Profil achten und nicht die kleine unscheinbare Lichtung bersehen, Treffer. Weiter ging es im Alpendschungel, nur nicht den Kontakt zur Karte verlieren. Bis zum Schluss musste man voll konzentriert arbeiten, ansonsten wrde es schwer sich wieder einzulesen.
Ergebnisse, Video und mehr, unter:
https://swiss-o-week.ch/de/#4-august
https://swiss-o-week.ch/de/#5-august
https://swiss-o-week.ch/de/#6-august
* Textauszge vom Ausrichter


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