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Berichte

01.05.2004

1.Lübecker Sprint-Wochenende

geschrieben von Enrico Mittelsteiner

An einem Samstag früh aufstehn is ja nicht grad mein Ding, aber für diesen Wettkampf ging es nicht anders, denn es war mein erster überregionaler Wettkampf für dieses Jahr, das 1. Lübecker Sprint Wochenende.


Nach einer zügigen Hinfahrt auf dem Campus angekommen hieß es erstmal sich einen netten Platz auf der Zielwiese zu suchen. Das Wetter war übrigens klasse. Ein kurzer Blick auf die aushängende Karte zeigte, das man ganz schön genau hin gucken musste, denn das Wettkampfgelände verlief über das gesamte Uni-Gelände. Man musste also schauen, das man nicht falsch abbog, denn bei Startabständen von einer Minute war jeder Fehler entscheidend.


Dann gings los zum Start. Löschen, checken, der Puls geht hoch, man sieht die Gegner lossprinten und kennt so schon die ersten 50 Meter und kann sich in dieser Zeit auf die Karte konzentrieren. Dann 3,2,1 Los! Scharfer Start, die Karte gegriffen, durch den Wind wirds schwieriger. Erster Posten ist eine Hausecke, nach dem Lochen bloß nicht stehn bleiben, wie gehts durch die Häuser? Nach Posten fünf wird es übersichtlicher, über den Parkplatz rüber zur 36. Oh, die 37 in einem Hof, rechts vorbei scheint günstig, aber der Bahnleger hat uns eine Falle gestellt, der Hof war nur von links zu erreichen, also schnell zurück. Mein Verfolger hat mich zum Glück nicht gesehen, nochmal darf mir sowas nicht passieren...


Nach 15 Posten endlich im Ziel, doch ganz schön anstrengend so ein 3km-Sprint, und es war dann doch ganz schön heiß. Also ab in den Schatten und Schlaf nachholen, nächster Lauf ist ja erst in dreieinhalb Stunden.


Ich erreichte Platz 13 von 19, war ganz ok, bei der Konkurrenz.


Dann gings los zum zweiten Lauf auf gleicher Karte, aber diesmal mehr südlich. Ein kurzer Blick auf die Startliste zeigt, das man noch zwei Läufer hinter mich gesetzt hat, nicht nett und sie sind auch noch aus dem selben Verein. Naja, kann man nichts machen. Beim zweiten Start war ich wesentlich ruhiger, auch wenn ich mir diesmal die Postenbeschreibung erst im Vorstart auf den Arm kleben konnte.


Dann los zum ersten Posten, verläuft alles ganz gut. Ab Posten fünf kann ich plötzlich die Karte nicht mehr so gut lesen, zu wenig Sauerstoff im Kopf? Am sechsten Posten überlegen wie es weiter geht, ich stehe zehn Sekunden, links um den Zaun rum is sicherer. Unterwegs sehe ich das es rechts schneller gewesen wäre, klar ich hab doch Max dort laufen sehn. Dann gehts weiter die lange Straße runter zum 7. Posten, Keulstrecke. Dann rechts rein, ich bin ein Haus zu spät, bekomme es aber relativ früh mit. Als ich vom elften Posten losrenne seh ich die beiden Läufer die hinter mir gestartet sind. Jetzt heißte es nochmal alles geben auf den letzten vier Posten. Im Ziel angekommen wird geschaut wo die Konkurrenz bleibt, die erste Minute ist um, doch dann kamen sie auch schon, wieder Platz 13.


Nach einem Essen in der Lübecker Altstadt gings ab ins Massenlager, eine Gymnastikhalle für sieben Personen hieß Platz ohne Ende. Ich hab ziemlich gut geschlafen.


Am nächsten Morgen hieß es fertig machen für die letzte Etappe, diesmal mit Jagdstart. Die Zielwiese lag direkt an der Halle, sehr praktisch. Und auch das Wetter war wieder super.


Eigentlich machte ich mir nicht allzu viel Hoffnung, der vor mir startende Läufer war zwei Minuten entfernt, uneinholbar wenn er keinen Fehler macht.


Die Strecke ging durch die Lübecker Altstadt, schon toll an einem Sonntag zwischen den Spaziergängern zu laufen. Dann plötzlich am vierten Posten gelocht, das ist gar nicht meine Codenummer! Mein Posten stand zehn Meter weiter, zum Glück hab ichs gemerkt. Dann von 7 zu 8, links oder rechts? Nach kurzem Überlegen war rechts doch wesentlich kürzer und ich machte mich los. Am zehnten Posten machte sich das hohe Lauftempo bemerkbar, ich hab einen Umweg von mindestens 30 Sekunden gemacht. Vom zehnten zum elften Posten gabs dann eine 360 Meter lange Plichtstrecke, wieder keulen. Am Ende der Pflichtstrecke hätte ich fast vergessen den Posten zu lochen. Die letzten Meter zur Zielwiese. Dann am vorletzten Posten taucht plötzlich der vor mir gestartete Läufer auf, wir liefern uns ein hartes Sprintduell, aber er gewinnt knapp. Doch warum war überhaupt da? Die Antwort: Er hatte vergessen den vorletzten Posten zu lochen und war schon im Ziel, zu meinem Glück hatte er seinen Chip schon in die Zielstation gesteckt und war somit aus der Wertung.


Insgesamt habe ich dann den 11. Platz gemacht, weil auch in der 2. Etappe ein Läufer aus der Wertung flog.


Auf jeden Fall wars es ein tolles OL-Wochenende und sicher eine gute Vorbereitung auf die DBK-Sprint in der nächsten Woche.
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